Der Schwarzmalen-Blog

Mein Leben mit der emotionalen Instabilität


Der Schwarzmalen-Blog ist enstanden, um zu zeigen, dass die Welt mit einer emotionalen Instabilität nicht ausschließlich schwarz-weiß ist und dass das Leben auch mit einer psychischen Erkrankung sehr viel Witz und manchmal sogar ein Stück Selbstironie haben kann. #nostigma

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Ich bin nun offiziell Mutmacherin. Ein tolles Projekt, zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen und zum Abbau von Berührungsängsten. Für mich eine Herzensangelegenheit.
Meinen Beitrag zum Projekt findet ihr hier.

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Über mich

 

Meine Diagnose erhielt ich erst mit 33 Jahren.
Ich hatte damals schon zwei Langzeittherapien hinter mir samt teilstationären Klinikaufenthalten. Niemand hatte bei mir bis dato mal eine pure Diagnostik durchgeführt

Ich bin einfach zu unklassich. Ich habe keine Sucht, ich hasse Achterbahnen und bin seit über zehn Jahren in einer glücklichen Beziehung.

Nera and me – together – forever

Als mein Leben sich plötzlich änderte, war ich ein Jahr nicht in Therapie. Ich hatte damals einfach keine Lust mehr und brauchte eine Pause. Da kam ganz plötzlich die Depression samt Suizidgefahr und ich landete zu meinem Glück in einer Klinik, die mich mal ordentlich auf den Kopf stellte.

Auslöser waren die ständigen Anspannungsspitzen und die typische Gefühlswaschmaschine in meinem Bauch gewesen. Dinge, die ich durch meine Therapien hatte ausradieren wollen, nie wieder in meinem Dasein fühlen wollte.
Nun musste ich mich mit dem Gedanken befassen, dass genau dies bleiben würde.

Wie sollte ich das akzeptieren?

Also befasste ich mich mit dem, was für mich bis dato nur Wörter ohne Fülle waren – Emotionale Instabilität bzw. Borderline.

Ich musste feststellen, dass ich mein Leben ohne den Faktoren Gefühlschaos geplant hatte.

Stattdessen hatte ich jahrelang gegen Windmühlen gekämpft, in der großen Erwartung den Kampf zu gewinnen und das perfekte Leben zu kassieren.
Aber ich hatte nie mein Leben für mich und meine Wunden geplant.

So begann meine Reise mit der Emotionalen Instabilität. Über meine Reise schreibe ich seit dem fast täglich – als kleine eigene Schreibtherapie, aus der Hoffnung anderen etwas Mut zu schenken oder ein bisschen der typischen Stigmatisierung entgegen zu wirken.

Egal aus welchem Grund Du hier gelandet bist – Herzlich Willkommen.

Jule