Immer wieder hört man das Wort Achtsamkeit. Aber oft weiß man gar nicht was genau dahinter steckt oder was es bewirken kann, wenn man täglich ein bisschen aufmerksamer für Kleinigkeiten des eigenen Erlebens/ Lebens ist.

Ich habe kurz vor den Weihnachtsfeiertagen damit angefangen Achtsamkeitsübungen in mein Leben zu integrieren. Meine Hoffnung dahinter war, endlich mal wieder etwas mehr Zufriedenheit in mein Leben zu bekommen. Denn ich fühlte mich in meiner tristen Suppe einfach nur gefangen und teilweise sogar wie halb tot.

Daher begann ich jeden Tag meine schönsten Momente in einer Art Dankbarkeitstagebuch festzuhalten. So schlimm kann es ja nicht sein, das zu tun. Und das war es auch nicht. Ich stellte schnell fest, dass es auch an den beschissensten Tagen noch etwas Gutes oder gar Schönes gibt. Sogar oft mehr als gedacht. Und wenn es nur der Geschmack einer Tasse Cappuccino war, so ist doch genau dieser Moment wie ein Rettungsring, der unaufgeschrieben einfach untergegangen wäre. Mittlerweile freue ich mich über jeden Moment, den ich auf Papier bringen kann.

Aber mir reichte diese kleine und doch prägnante Übung nach 2 Wochen nicht mehr aus und so startete ich mit zwei Achtsamkeitskalendern in das neue Jahr.

Ich versuche seit dem in jeder Woche 5 Dinge unterzubekommen, die ich aktiv nur für mich tuen kann, an 4 Tagen in der Woche Yoga zu machen, täglich genug zu trinken und ich plane mittlerweile sogar Montags mein Essen für die kommende Woche. Sogar mein körperliches Befinden samt Gewicht und Hautbild wird einmal pro Woche gecheckt. Ich habe eine Morgenroutine und eine Abendroutine eingeführt und ziehe jeden Morgen eine Achtsamkeitskarte mit einer Übung für den startenden Tag.

Das hört sich jetzt sicher nach ganz viel Stress an, aber Fakt ist, es ist deutlich weniger Stress als ich je hatte. Schließlich habe ich eine Struktur und für die stressigen Dinge einen festen Plan.

Mittlerweile bleibt bei mir sogar mal stundenlang der Fernseher aus ohne dass ich es merke oder ich steh plötzlich in der Küche und backe mal eben ein bisschen Brot. Offensichtlich habe ich eine Kraftquelle gefunden, die ich das letzte Mal erlebt habe als mein Mann im Urlaub war. Ich habe am Wochenende neue Rezepte rausgesucht und koche nun täglich wieder für mich, was in den letzten Monaten absolut unmöglich für mich war. Essen war ein großes Problem, was ich gerne vermied.

Mittlerweile fühle ich nicht nur den Tag eine innere Dankbarkeit für viele kleine und schöne Momente, die mir sonst nicht aufgefallen sind, sondern sogar manchmal so etwas wie Freude.

Alles in allem geht es mir dank des kleinen Dankbarkeitstagesbuchs und den Achtsamkeitsplanern deutlich besser und ich möchte sogar noch mehr Achtsamkeitsübungen, Struktur und natürlich immer die Möglichkeit auf etwas Flexibilität in meinen Alltag integrieren.

Schwierig wird es für mich werden diese neuen Gewohnheiten später in einen Alltag mit Job zu integrieren. Aber nun mache ich erstmal einen Schritt nach dem anderen in mein Achtsames Jahr 2019.

Achtsamkeit

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