Ankünfte sind eigentlich etwas Gutes. Wenn man im Urlaub ankommt oder bei den Großeltern. Oder Zuhause nach einem langen Arbeitstag.

In einer neuen Gruppe anzukommen, wenn man soziale Ängste hat ist allerdings nicht immer etwas Gutes. Ein Gefühlschaos sondergleichen. Zwischen Angst, Panik, Unsicherheit und dem Gefühl wieder schlimme Erfahrungen zu machen, war ich heute morgen hin und her getrieben.

Nun ist es 15:30 Uhr und es ist Schluß. Ich habe sehr unterschiedliche Menschen kennen gelernt, von denen mich einige an Gestalten aus meiner Vergangenheit erinnert haben. Gestalten, die mir nichts Gutes gebraucht hatten. Diese Menschen hier sind allerdings nicht jene aus meiner Vergangenheit.

Aber das Gefühl weiß das am Anfang nicht. Es brauchte seine Zeit das zu kapieren und ist noch dabei. Mein Kopf weiß aber über dieses Chaos bescheid und hilft mir beim ordnen und achtsam sein.

Achtsamkeit war heute ein Thema. Ich bin überrascht gewesen, wie viel ich doch schon darüber weiß und wie gut es doch schon funktioniert. Eine Erkenntnis mit der ich nicht gerechnet habe. Genauso wie mit Walking. Ich war heute Walken. Wer hätte das gedacht. Auch zwei bekannte Gesichter aus dem letzten Jahr auf der Station in der Klinik habe ich wieder getroffen. Sie arbeiten nun in der Tagesklinik. Also doch ein Gefühl von „zurück kommen in alte Gefilde“.

So habe ich den Tag überstanden und freue mich nun auf Zuhause.

Und morgen geht es dann weiter mit dem besteigen der innere Treppe in Richtung meines ja irgendwie neuen Lebens.

Tagesklinik Tag 1: Am Ende des Tages

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