Kennt ihr sie, die schwarze Suppe? Mich hat sie wieder besucht. Gestern, ganz plötzlich holte sie mich zu sich. Zog mich in ihr Innerstes und umhüllte mich mit schwarzer Leere, um mich im nächsten Moment mit der kältesten Kälte zu füllen.

Die schwarze Suppe. Die Reise endete nicht gut. Selbstverletzung und Dissoziation begleiteten mich 1 Stunde lang. Auch heute geht es mir noch nicht viel besser.

Ich wollte nur noch abhauen, weil alles nicht mehr aushaltbar ist. Die schwarze Suppe raubt dir jede Luft zum Atmen. Klaut dir die letzte Selbstständigkeit und schnürt dein Hirn zu. Denken, Fühlen, Leben… Nichts geht mehr. Die schwarz Suppe des Borderline ist unermüdlich.

Und sie kann mich mal kreuzweise.

Ich rücke nämlich von meinem Stolz ab, es bis hierher ohne Medikamente geschafft zu haben. Ab morgen wird das anders sein. Die Vorkehrungen sind getroffen.

Nur hat die Suppe mich so sehr in ihren Fängen, dass ich wahrscheinlich wieder ins Krankenhaus gehen muss. Momentan erlebe ich es als Rückschlag, aber eigentlich ist es nur ein Zeichen, dass die Therapie wirkt.

Ich arbeite nämlich nicht nur an einer Front, sondern direkt an Mehreren. Da wird die Haut für eine gewisse Zeit sehr dünn und brüchig, da die Seele schwer beschäftigt ist und für die Außen erlebten Extreme keine Reserven bleiben.

Aber die schwarze Suppe bemerkte es und hat mich nun eingeholt. Aber nicht für immer!

Die schwarze Suppe

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