Die letzten Wochen gleichen einer Achterbahnfahrt. Alles verändert sich in meinem Leben so schnell, dass ich das Gefühl habe eine Dampfwalze ist ohne Ziel und Kontrolle unterwegs.

Die Depression hat mich voll wieder.

Ich bin zwischen Verlustängsten. Einsamkeit, Wut und Traurigkeit hin und her gerissen. Eine Wildwassertour ist da nichts gegen. Zeitweise überlege ich, wie ich das ohne Blödsinn zu veranstalten hinbekomme. Aber ich bleibe standhaft und kämpfe weiter gegen mein Karussell.

Nur das Essen fällt mir unheimlich schwer. Das wird immer mehr zum Thema und das gefällt mir so gar nicht. Allerdings merke ich auch, wie die Depression den größten Platz in meinem Kopf einnimmt und da ist der verlorene Hunger nichts Ungewöhnliches.

Auch Nera spiegelte mir beim Training sehr extrem, dass ich nicht voll da bin. Offensichtlich sind aktuell sowohl meine Körperhaltung als auch meine Stimme sehr verändert. Was fehlende Neurotransmitter so ausmachen können.

Ich bin sogar so weit zu sagen, dass wenn mein Zustand sich nicht wieder bessert, ein Klinikaufenthalt notwendig wird. Momentan geht es mir nämlich leider genauso schlecht wie im Januar.

Nur die Gedanken an Suizid sind nicht da. Wie viel mir das wert ist, brauche ich nicht zu erwähnen.

Das einzig Gute an meiner Lage ist es, dass meine Seele voll aufgemacht hat und nichts zurück hält. So habe ich die Chance an Stellen zu arbeiten, die ich vorher nur oberflächlich betrachten konnte. Dinge, die mir das Leben so schwer machen, dass ich oft am Liebsten nie wieder aufgestanden wäre.

Und ich weiß mittlerweile, wie viel Kraft man benötigt, um immer wieder aufzustehen.

Und ich bin schon 1000nde Male wieder aufgestanden. Und auch diesmal werde ich es tun.

Ein Versprechen an mich selbst.

Ein Versprechen an mich selbst

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