Es läuft super für mich.

Ich habe das Glück gehabt in dem ganzen Chaos der letzten Monate tolle Freundinnen zu finden mit denen ich durch dick und dünn gehen kann. Ich komme mit meinen Gefühlen dank der harten Arbeit an mir selbst verdammt gut klar und kann sie regulieren. Ich mag mich und hab vertrauen in mich und meine Fähigkeiten gefunden. Ich habe sogar meine Gleichstellung bekommen und die Chance auf einen guten neuen Job, sogar im alten Unternehmen. Und ich habe einen verdammt tollen Mann kennengelernt, der nun Teil meines Lebens ist und mich glücklich macht. Ich fühle mich wie ein verliebter Teenager.

Ich war noch nie so glücklich und zufrieden mit meinem Leben wie momentan.


Mein Problem ist, ich bin dadurch sehr verwundbar geworden. Diese ganzen neuen Umstände meines Lebens verunsichern mich. Ein selbstsicherer Mann sollte da doch eine Stärkung sein, könnte man meinen. Aber dem ist natürlich nicht so. Ich bin schließlich seit kleinauf Ablehnung und Verletzungen gewohnt. Und das kommt in meinem neuen Leben nun gerade nicht mehr vor! So muss ich nun neu schwimmen lernen, neue positive Erfahrungen machen in einer mir noch sehr fremden Welt, um die alten Erfahrungen zu überschreiben. Ich bin glücklich verunsichert.

Ich möchte keinen der aktuellen Momente missen. Keine schöne, neue Erfahrung und auch keinen Moment der Verunsicherung. Alles gehört dazu.

Schließlich ist dieser momentane Umstand der Verunsicherung nur ein Zeichen der Genesung meines Lebens. Ich ernte nun das, wofür ich 35 Jahre gekämpft habe. Und ich habe nicht vor auch nur einen Schritt zurück zu gehen oder mich nochmal seelisch so verletzen zu lassen wie es früher geschehen ist.

Aber natürlich kommen (normale Arten der) Verletzungen im Leben immer mal vor. Daher nehme ich dieses Thema der ‚Glücklichen Verunsicherung‘ weiter mit mir mit, um ihm die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und es zu bearbeiten.

Das ist schließlich ein wichtiger Teil des Lebens – Das stetige Lernen und Arbeiten an sich selbst.

Glücklich Verunsichert

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