Viele Menschen tragen ein Tattoo. Einige sogar im Gesicht. Ich habe es bis heute vermieden meinen Körper anpinseln zu lassen oder mehr als früher mal meine Nase durchstechen zu lassen. Meine Nase hatte in der Pubertät einen Stecker bekommen, der aber immer wieder für Probleme sorgt bis er dann irgendwann endgültig rausflog. Das Loch sieht man mittlerweile auch gar nicht mehr.

Nun möchte ich mich in 2 Wochen tatsächlich tätowieren lassen. Aber kein Trible oder ein Tattoo am Bauchnabel, wie es in den 90ern ganz groß war. Nein, ich möchte Teil des Semikolon-Projektes werden. (Info zum Projekt Semikolon auf sorgen-tagebuch. de) Also ein sehr persönliches Tattoo.

Schließlich habe ich vor über einem Jahr die Entscheidung getroffen meinem Leben eine weitere Chance zu geben. Mein Satz sollte an diesem Tag keinen Punkt bekommen, sondern fortgeführt werden. Daher setzte ich bildlich gesprochen ein Semikolon.

Und dieses soll mich nun bis zu meinem natürlichen Lebensende daran erinnern, dass ich den Weg aus dem dunkelsten Sumpf zurück ans Licht gefunden habe, jeden Tag gegen meine Gefühlsregulationsstörung kämpfe und auch alle anderen schwierigen Reisen meines Selbst zukünftig bestreiten werde.

Einen besseren Grund für ein Tattoo kann ich mir nicht vorstellen.

Mein Semikolon

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