Am 16. April ist mein letzer Tag in der Tagesklinik. Danach geht es wieder raus in die normale Welt. Die Welt ohne den Low-Modus, ohne in Watte gepackt zu werden und die Ruhe zu haben, die man benötigt, um sich nur auf sich selbst konzentrieren zu können.

Aber mein Weg wird voraussichtlich nicht in die Reha gehen. Eigentlich wollte ich dort hin. Eigentlich wollte ich mich dort auf den Wiedereintritt in den Job vorbereiten. Aber es wird auf eine Ambulante Variante hinauslaufen. Eine Variante, wo auch Platz sein wird für eine DBT-Gruppe, die ich dank der Tagesklinik gefunden habe. Zwar werde ich für 1,5 Stunden Gruppe eine Stunde fahrt in Kauf nehmen müssen, aber viel Wahl habe ich da nicht. Die ambulanten Angebote für Borderline-Patienten lassen in der Region sehr zu Wünschen übrig.

Man könnte als Außenstehender ja denken, dass es an jeder Ecke Therapieangebote für unsereins gibt. Aber weit gefehlt. Der Weg in eine Klinik ist der Schnellste und oft auch Einzige, aber nicht der Richtige für jeden. 3 Monate stationäre Unterbringung auf einer Borderline-Station wären für mich persönlich mehr schädlich als sinnvoll. Zu viele Trigger, zu viele Stressfaktoren und zu wenig geeignete Therapieangebote für mich. Ich steh schließlich nicht erst am Anfang, sondern habe schon viel geschafft. Aber ambulante Angebote, die dann auch noch spezialisiert auf diese Erkrankung sind, gibt es entweder so gut wie gar nicht oder sie sind überfüllt. Genauso wie die dazugehörigen Wartelisten.

Daher kümmere ich mich nun um einen Platz auf der Warteliste der ambulanten DBT-Gruppe. Es wird interessant werden zu sehen, wie lange es dauern wird, um auf die Warteliste zu kommen und wie schnell man dann endlich Teil der Gruppe sein wird.

Auf pure Organisation folgt für mich nun eine Geduldsprobe.

Pure Organisation

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