Therapiewartezimmer. Ich warte. Heute ohne Nera. Sie geht seit einer Woche ihren eigenen Weg. Zumindest versucht Nera diesen Weg täglich durchzusetzen. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Daher bleibt sie heute Zuhause.

Auch aufgrund meiner momentan wieder sehr aktiven Depression. Meine schwarze Katze flüstert mir seit Tagen ziemlich fiese Dinge ins Ohr. Sogar mein Gesicht passt ihr mittlerweile nicht. Angeblich habe ich Schlupflider und Falten. Ich bräuchte da dringend eine OP, meint meine schwarze Katze.

Wusstet ihr, dass ab 30 das Gesicht immer mehr durch die Schwerkraft beeinflusst wird. Laut meiner Depression muss ich mir also Sorgen machen, dass meine Gesichtshaut seit nun fast 5 Jahren ihre Elastizität einbüßt und sich so langsam hängen lässt.

Dass das absoluter Bullshit ist, ist natürlich klar. Ich hab nicht mal Falten und sehe dank der Gene meiner Mutter sowieso deutlich jünger aus als ich bin.
Hinzu kommt, dass ich recht klein bin. Das hat auch seine Vorteile. Klein ist immer niedlich. Egal wie scheiße man mal drauf ist. Andererseits wird man ja auch nicht immer sonderlich ernst genommen. Da freut sich wieder meine Depression.

Die schwarze Katze ist schließlich schon zufrieden, wenn man sich nur ein bisschen total hässlich, wertlos, nicht liebenswert und sowieso unfähig fühlt.

Liebe schwarze Katze der Depression – Du kannst mich mal! Und wie ich sehe schrumpftst Du nun stetig.

Ach wie niedlich…

Schlupflider und anderes Gedöns

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