Seit Samstag nehme ich nun Tabletten. Elontril heißt das Zeug. Ich bin ziemlich froh darum, denn ohne Psychopharmaka ging es für mich nicht mehr. Auch ein Notfallmedikament hat den Weg in meinen Skillbeutel gefunden.

Zu meinem Glück hatten meine Psychiaterin und ich schon vor einigen Monaten sicherheitshalber mal nachgeschaut, welches Mittelchen ich trotz Histaminintoleranz den nehmen könnte, wenn es notwenig werden sollte. Natürlich ist das trozdem keine Garantie gewesen, dass ich dieses Medikament vertrage oder es mir sofort hilft. Sowas muss immer ausprobiert und von einem Psychiater begleitet werden. Zu meinem Glück vertrage ich es aber bis dato ausgezeichnet.

Allerdings hat das Medikament bei mir zwei kleine „Nebenwirkungen“. Ich quassel mehr als vorher zum Leidwesen meines armen Ehegatten und ich bin total hibbelig und aktiv. Und das schon unter der momentan eher niedrigen Anfangsdosierung.

Dabei empfinde ich unter der ganzen Dämmwatte der Medikamentenwirkung immer noch diese Lethargie der Depression. Und so werde ich unruhig, ähnlich eines Suchtkranken auf Entzug. Mein Körper ist an das neue Antriebsgefühl noch nicht gewöhnt.

Aber ich bin verdammt dankbar für diese Dämmwatte in meinem Kopf. Sie mildert meine Gefühle deutlich ab. So in etwa muss sich ein normalfühlender Mensch fühlen.

Das Hibbelige wird in den kommenden 2 Wochen besser werden und mein Geist und Körper werden sich ganz bestimmt an die neue Aktivitätsschwelle gewöhnen. Und ich, ich mache erstmal etwas Urlaub von meinem Gefühlswahnsinn der letzen Wochen und komme zur Ruhe.

Urlaub von mir selbst

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